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Eigenbau

Apidea Einwabenfütterer: 3D-gedruckter Fütterer mit Wechseleinsatz

Apidea Einwabenfütterer aus dem 3D-Drucker mit Außengehäuse und Innenfütterer
Apidea Einwabenfütterer: Außengehäuse und herausnehmbarer Innenfütterer.

Ein Apidea Einwabenfütterer schafft im Begattungskästchen Platz für eine zusätzliche Wabe, ohne bei der Futterkapazität nennenswerte Abstriche zu machen. Der originale Fütterer beansprucht den Raum von zwei Rähmchen. Dadurch bleibt weniger Platz für Waben, obwohl der Futterraum nicht immer vollständig benötigt wird. Mit einem selbst konstruierten, 3D-gedruckten Einwabenfütterer lässt sich dieses Platzproblem lösen.

Die Idee für diesen kompakten Apidea Einwabenfütterer stammt aus einem Fachartikel über optimierte Futtereinsätze für Begattungseinheiten. Dort wird ein Einwabenfütterer mit herausnehmbarem Wechseleinsatz vorgestellt. Dieses Konzept habe ich aufgegriffen, selbst im CAD gezeichnet und anschließend im 3D-Druck gefertigt.

Apidea Einwabenfütterer: eine zusätzliche Wabe im Kästchen

Der Apidea Einwabenfütterer benötigt nur den Platz eines Rähmchens. Dadurch kann im Apidea eine zusätzliche Wabe eingesetzt werden. Statt drei Rähmchen und dem breiten Originalfütterer stehen damit vier Rähmchen zur Verfügung.

Der Innenraum wird besser genutzt, während weiterhin ausreichend Platz für Futterteig vorhanden ist. Laut dem zugrunde liegenden Artikel fasst ein Einwabenfütterer rund 480 Gramm Futterteig, während ein Fütterer mit der Breite von zwei Waben ungefähr 500 Gramm aufnimmt.

Aufbau des Apidea Einwabenfütterers: zwei Teile

Meine Konstruktion besteht aus zwei Teilen:

  • einem fest im Apidea sitzenden Außengehäuse
  • einem herausnehmbaren Innenfütterer

Das Außengehäuse bleibt während der Nutzung an seinem Platz. Der Innenbehälter kann über die große Aussparung an der Vorderseite leicht gegriffen und herausgezogen werden. Er lässt sich außerhalb des Kästchens befüllen und anschließend wieder einsetzen.

Innenfütterer des Apidea Einwabenfütterers wird in das Außengehäuse eingesetzt
Der Innenfütterer wird in das Außengehäuse des Apidea Einwabenfütterers eingesetzt.
Draufsicht auf das Apidea mit vier Rähmchen und schmalem Einwabenfütterer
Draufsicht: vier Rähmchen und der schmale Apidea Einwabenfütterer im Kästchen.

Nachfüttern mit dem Apidea Einwabenfütterer

Zum Nachfüttern muss kein Futterteig direkt in das besetzte Begattungskästchen gedrückt werden. Der Einsatz des Apidea Einwabenfütterers kann herausgenommen, befüllt und wieder eingeschoben werden. Alternativ lässt sich ein leerer Einsatz gegen einen vorbereiteten, gefüllten Einsatz austauschen.

Dadurch werden die Bienen weniger gestört. Gleichzeitig sinkt das Risiko, beim Arbeiten im engen Futterbereich Tiere zu quetschen.

Entwicklung des 3D-Modells

Ausgangspunkt für die Konstruktion des Apidea Einwabenfütterers waren die Innenmaße des Apidea und die Abmessungen der vorhandenen Rähmchen. Der Fütterer durfte nicht breiter als ein Rähmchen sein, musste sicher im Kästchen sitzen und sollte sich trotzdem leicht entnehmen lassen.

Nach den ersten Probedrucken wurden Passungen, Wandstärken und Griffaussparungen angepasst. Besonders wichtig war das Spiel zwischen Außengehäuse und Einsatz. Sitzt der Einsatz zu stramm, lässt er sich bei Propolisablagerungen nur schwer entfernen. Bei zu viel Spiel verliert die Konstruktion ihre Führung.

Fertigung im 3D-Druck

Beide Bauteile des Apidea Einwabenfütterers werden im FDM-Verfahren gedruckt. Änderungen an den Abmessungen lassen sich dadurch schnell umsetzen. Auch einzelne Ersatzteile oder kleine Serien können ohne Formenbau hergestellt werden.

Nach dem Druck werden Stützreste und scharfe Kanten entfernt. Anschließend wird geprüft, ob der Innenfütterer ohne Verkanten eingesetzt und herausgezogen werden kann. Wird ein Einsatz beschädigt oder stark verschmutzt, muss nicht der komplette Fütterer ersetzt werden.

Vorteile des Apidea Einwabenfütterers im Überblick

  • Platz für vier statt drei Rähmchen
  • nahezu unveränderte Futterkapazität
  • herausnehmbarer Innenbehälter
  • einfaches Befüllen außerhalb des Kästchens
  • schneller Austausch vorbereiteter Futtereinsätze
  • geringere Störung der Bienen
  • einzeln austauschbare Bauteile
  • leichte Anpassung und Nachfertigung durch 3D-Druck

Fazit

Der 3D-gedruckte Apidea Einwabenfütterer nutzt den vorhandenen Platz im Begattungskästchen effizienter. Er bietet weiterhin ausreichend Raum für Futterteig und schafft gleichzeitig Platz für eine zusätzliche Wabe. Der herausnehmbare Innenfütterer vereinfacht das Nachfüttern und reduziert Arbeiten direkt im besetzten Kästchen.

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