Besuch bei Dock-Gruppe in Wolhusen

Besuch bei der Dock-Gruppe und dem Tropenhaus in Wolhusen

Ein Kollege erzählte mir dass im Luzernischen Wolhusen eine “unternehmerisch geführte Sozialfirma” Imker Produkte herstellt und verkauft. Insbesondere interessierte mich die Pollenfalle die sie dort herstellen. Was ist diese “unternehmerisch geführte Sozialfirma”?

Die Firma beschäftigt Menschen die ohne Arbeitsplatz sind, ist dabei eine Non Profit Organisation die ohne Subventionen und Spenden auskommen will. Die gesamte Infrastruktur wird mittels eigener Wertschöpfung finanziert. Die Dock Gruppe (http://www.dock-gruppe.ch) wurde 1997 gegründet und hat 12 Betriebsstandorte. Am Standort Wolhusen werden unter anderem Ledergürtel, Medizinal- und Imkerwaren hergestellt. Ausserdem wird Elektroschrott auseinander genommen und sortiert. So entstehen für viele Menschen interessante Arbeitsplätze mit sinnvollen Tätigkeiten.

Dock_Elektroschrott

Valentinstag steht vor der Türe und wir beschliessen die Dock-Gruppe in Wolhusen zu besuchen und uns von der Qualität der angebotenen Imkerwaren vor Ort zu überzeugen. Da sich in Wolhusen auch gleich das Tropenhaus THW mit einem sehr guten Restaurant mit tollem, tropischem Ambiente befindet, haben wir daraus einen Tagesausflug gemacht und zuerst im Tropenhaus gegessen und anschliessend die Dock-Gruppe besucht.

Wer das Tropenhaus noch nicht kennt sollte, falls man sich gerne exotische, ausgefallene Gerichte in einer tropischen Umgebung reichen lässt, unbedingt mal vorbeischauen. Es lohnt sich!

Tropenhaus

Unser Menu (zum gluschte):
Apero: Hausapero danach einen exotischen Salat zur Vorspeise und ein Filet vom tropischen Buntbarsch (vom Tropenhaus) mit Wasabicreme überbacken auf einem Ingwerrisotto mit saisonalem
Gemüse (war einfach der Hammer)
Übrigens das Restaurant wurde mit 14 Gault Millau Punkten ausgezeichnet und bietet Platz für bis zu 160 Personen. (Nein, dafür werde ich nicht gesponsort, das ist freiwillig!) 🙂

Danach waren es bis zur Dock-Gruppe noch ca. 5 min. Autofahrt Richtung Entlebuch.
Das Produktionsgelände der Dock-Gruppe befindet sich zwischen der Kantonsstrasse und der kleinen Emme.
Vor kurzem ereignete sich hier am Produktionsstandort ein Felssturz der schlimme Folgen hätte haben können http://www.luzernerzeitung.ch/nachrichten/zentralschweiz/lu/luzern/Entlebucherstrasse-wegen-Erdrutsch-gesperrt;art92,663884 Landesweit wurde in den Medien darüber berichtet. Löcher in der Fassade der Dock-Gruppe, die wie Schusslöcher in einem Kriegsgebiet anmuten, zeugen von der Wucht mit der Steine und Geröll bis 200m weit geschleudert wurden.

Dock_Fassade

Von Geri Baumeler einem Leiter der Produktion wurden wir herumgeführt. Er zeigte uns wie die Dadant Beuten, Pollenfallen und Miniplus hergestellt werden. Besondere Aufmerksamkeit wird der Qualität geschenkt, was des Schweizers Imkerherz natürlich höher schlagen lässt. Nichts ist ärgerlicher als schlechte Qualität bei den Imkerwaren….sie sollen ja schliesslich Jahre halten!

Dock_Beuteproduktion

Dock_Beuteproduktion1

Dock_Fertigwaren

Ein Renner sei der metallene Beutenbock, der sich automatisch dem unebenen Gelände anpasst (sieh Bild oben) sehr beliebt bei Wanderimkern fürs Gelände, erzählt uns Geri Baumeler. Aus seinen Erläuterungen ist herauszuhören dass viel Innovation und Herzblut in die Verbesserung der verschiedenen Produkte einfliesst.
Zum Abschluss bestellen wir unsere Waren im Bewusstsein, dass wir gute Qualität zu einem angemessenen Preis erhalten und dabei auch noch eine sozial geführte Non Profit Organisation unterstützen können. Die Preislisten und Prospekte findet man auf der Webseite von Dock (Link weiter oben im Text)

Danke Geri Baumeler und Dock-Gruppe, gerne wieder!

2018-09-02T09:51:09+00:00By |Tagebuch durchs Imkerjahr|0 Comments

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